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Erwartungen für 2022 – Drei Fragen an Stefan Wolpert

Stefan Wolpert CFA verantwortet die Mischfonds Quantumx und Vermoegensmanagement

Stefan Wolpert verantwortet bei Habbel, Pohlig und Partner das Management der vermögensverwaltenden Fonds. Zahlreiche Anlagevarianten aus dem Aktien-, Anleihen- und Rohstoffbereich kommen dort zum Einsatz. Die Umsetzung erfolgt je nach Strategie über Direktanlagen, aktiv gemanagte Zielfonds oder passive Instrumente wie ETF oder ETC. Der aktive Management-Ansatz setzt einen ganzheitlichen Blick auf die Märkte voraus. Stefan Wolpert verfügt über mehr als ein viertel Jahrhundert Markterfahrung.

1. Herr Wolpert, Sie setzen sich täglich mit vielen Anlageklassen auseinander und haben schon einige turbulente Börsenphasen miterlebt. Worin unterscheidet sich die aktuelle von früheren Marktphasen?

Der Unterschied z.B. zur Dot-com-, Finanz- oder Eurokrise ist, dass die Corona-Pandemie alle Menschen in irgendeiner Form betrifft und medial enorm präsent ist. Das macht die aktuelle Phase sehr emotional mit immer neuen Wendungen. Neue Meldungen zu Mutanten versetzen die Marktanleger in Panik und lassen Aktienmärkte abrutschen, nur um ein paar Tage später nach Abwägung der Gefahren alles wieder aufzuholen. Mit diesen Entwicklungen werden wir in nächster Zeit klar kommen müssen.

Unverändert ist die Reaktion der Notenbanken, den Kapitalmärkten zur Beruhigung Liquidität zur Verfügung zu stellen. Dieses Mal in noch nie dagewesenem Ausmaß.

2. Welche Themen werden aus Sicht von Habbel, Pohlig & Partner im Jahr 2022 die Märkte bewegen?

Neben dem Fortgang der Pandemie gibt es aus unserer Sicht für das kommende Jahr einige weitere relevante Themen: die Entwicklung der Immobilien-Probleme in China und deren Auswirkungen auf das globale Wirtschaftswachstum, richtungsweisende Wahlen in Frankreich und Italien, die ersten Schritte der neuen Bundesregierung, die Folgen einer sich abzeichnenden restriktiveren Zentralbankpolitik beispielsweise auch auf die Liquidität an den Anleihemärkten.

Ein in viele Bereiche ausstrahlendes Thema ist die weitere Entwicklung der Inflation. Für die kommenden Jahre preisen die Marktakteure in der Eurozone derzeit eine durchschnittliche Entwicklung unterhalb der EZB-Zielquote von zwei Prozent ein. Wir sind zwar der Meinung, dass die aktuell veröffentlichten Zahlen von rund 5% in den kommenden Monaten aufgrund von Basiseffekten nach unten korrigieren werden. Doch es gibt auch handfeste Gründe für einen Pfad oberhalb des EZB-Ziels. Die Sparquote ist während der Pandemie in vielen Ländern angestiegen, so dass angesammeltes Guthaben für privaten Konsum zur Verfügung steht. Auch was die geplanten Investitionen der Unternehmen angeht stehen die Ampeln auf Grün. Gleichzeitig stehen dieser Nachfrage anhaltende Lieferkettenstörungen gegenüber, so dass das Angebot kurzfristig nicht entsprechend mitwachsen kann. Die Umstellung der Volkswirtschaften auf nachhaltige Energiequellen wird es nicht zum Nulltarif geben. Und am Ende spielt die Reaktion der Tarifpartner auf das gestiegene Preisniveau eine wichtige Rolle.

Aus unserer Sicht ist kurzfristig eine Normalisierung der Geldentwertungsrate zu erwarten, aber längerfristig wird sich die Inflation im Durchschnitt auf einem höheren Niveau einpendeln, als wir das in den vergangenen Jahren gesehen haben.

3. Welche Möglichkeiten sehen Sie, in Ihren vermögensverwaltenden Fonds – dem konservativen QuantumX Global UI und dem ausgewogenen Vermögensmanagement Fonds UI – auf diese Inflationserwartung zu reagieren?

Sachwerte bieten zumindest auf längere Sicht einen guten Schutz. Hier sind qualitativ hochwertige Aktien ein probates Mittel. Die dahinter stehenden Unternehmen haben eine stabile Bilanz- und Ertragsstruktur, können Preissteigerungen im Einkauf gut verkraften und im besten Fall auf die Produktpreise umlegen. Auf diese Unternehmen setzen wir im Übrigen auch in unseren hauseigenen Aktienfonds wie dem HP&P Euro Select.

Gold konnte dieses Jahr die Erwartungen als Inflationsschutz nicht erfüllen, wir setzen es eher als längerfristiges Schutz-Investment ein, steuern die Quote aber auch aktiv.

Die einzige liquide Anlageklasse mit direkter Bindung an die Steigerung des allgemeinen Preisniveaus sind inflationsindexierte Anleihen. Der Nennwert und damit auch der sich darauf beziehende Kupon dieser Anleihen steigt und fällt mit einem definierten Verbraucherpreisindex. Diese Anleihen haben 2021 einen außergewöhnlich guten Performance-Beitrag in unseren Portfolios geliefert und gehören auch 2022 zu unserem Werkzeugkasten.

Über Habbel Pohlig und Partner:

Habbel, Pohlig & Partner ist einer der führenden bankenunabhängigen Vermögensverwalter in Deutschland. Das renommierte Unternehmen blickt auf eine nunmehr 25-jährige Historie zurück und hat seinen Sitz in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Habbel, Pohlig & Partner hat sich auf die Bereiche Vermögensverwaltung für vermögende Privat- & institutionelle Kunden, sowie dem Portfoliomanagement spezialisiert. Das Investmentteam verwaltet ca. 600 Mio € an Kundengeldern in Publikumsfonds, institutionellen Lösungen und segregierten Mandaten. Der Erfolg von Habbel, Pohlig & Partner beruht auf der strategischen Vorgehensweise unserer erfahrenen, langjährigen Mitarbeiter. Gemeinsam konzentrieren wir uns auf die individuellen Bedürfnisse unserer Mandanten sowie die Unabhängigkeit bei der Anlagestrategie.

Rechtlicher Hinweis: Dieses Dokument dient ausschließlich Informationszwecken. Für die Richtigkeit, Angemessenheit oder Vollständigkeit der in diesem Dokument enthaltenen Angaben und Informationen übernimmt Habbel, Pohlig & Partner keine Gewähr. Eine Haftung für Fehler oder fehlende Angaben in den Informationen und Unterlagen ist explizit ausgeschlossen. Die Research Unterlagen oder Analysen, welche zur Erstellung dieses Dokuments herangezogen wurden, hat Habbel, Pohlig & Partner zur eigenen Verwendung beschafft und zu eigenen Zwecken eingesetzt. Jede in diesem Dokument geäußerte Einschätzung ist genereller Natur und sollte nicht vom Leser als Beratung verstanden werden. Wir behalten uns zudem vor, unsere hier geäußerten Ansichten und Einschätzungen jederzeit ohne Vorankündigung zu ändern. Der Wert von Anlagen und mögliche Erträge daraus sind nicht garantiert und können sowohl fallen als auch steigen. Bevor Anlageentscheidungen getroffen werden, sollte professioneller Rat eingeholt werden. Die Bezugnahme auf den Fonds im Rahmen dieses Dokuments stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Zeichnung von Anteilen dieses Fonds dar. Die Entscheidung, Anteile zu zeichnen, sollte auf Grundlage der Informationen getroffen werden, die im Prospekt sowie im aktuellen Halbjahres- und Jahresbericht enthalten sind und bei der Habbel, Pohlig & Partner Institut für Bank- und Wirtschaftsberatung GmbH, Sonnenberger Str. 14, 65193 Wiesbaden, www.hpp-fonds.de kostenlos angefordert werden können. Im Prospekt sind wichtige Angaben zu Risiko, Kosten und Anlagestrategie enthalten.

Habbel, Pohlig & Partner
Institut für Bank- und Wirtschaftsberatung GmbH

Sonnenberger Str. 14
65193 Wiesbaden

06 11 9 99 66-0


Ansprechpartner

Marc Ospald
Managing Director – Portfoliomanagement

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